Wie kommt man nach der Sommerpause am besten an ein Praktikum? 

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Es ist soweit, die Sommerpause ist vorbei, und nun ist es Zeit, ein Praktikum zu finden. Tatsächlich ist es der perfekte Zeitpunkt, da viele Unternehmen zu dieser Jahreszeit Praktikanten suchen. Wo fängt man an? Hier sind ein paar Ansätze für eine erfolgreiche Praktikumssuche. 

Nutzt euer Netzwerk aus

Bevor ihr euch Hals über Kopf auf unzählige Anzeigen stürzt, fangt mit eurem bestehenden Netzwerk an. Ihr könnt bei dieser ersten Phase weit greifen, indem ihr euch zum Beispiel fragt:

- Wen kennt ihr in welchen Unternehmen?

- Wen habt ihr bei jener Konferenz kennen gelernt?

- Wo arbeiten eure Ausbilder oder Dozenten?

Sobald ihr diese potentiellen Verbindungen aufgelistet und eine engere Auswahl getroffen habt, zögert nicht, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, um ihnen eure Praktikumssuche und euer Interesse für ihr Unternehmen, bzw. Bereich zu schildern (und sie ggf. daran zu erinnern, woher ihr euch kennt).

Euren Ansprechpartner mehr oder weniger direkt zu kennen, kann eure Chancen nur verbessern. Haltet euch bei dieser ersten Phase nicht zurück, da ihr nichts zu verlieren habt, falls euer Ansprechpartner euch leider nichts anzubieten hat.

Macht auf euch aufmerksam


Erzählt eurem Umfeld von eurer Praktikumssuche und gebt dabei an, wonach genau ihr sucht (Dauer, Bereich/Unternehmen, Stadt/Land). Somit können sich euch durch Mund-zu-Mund-Propaganda mehr Möglichkeiten bieten.

Ihr könnt auch auf beruflichen sozialen Netzwerken auf eure Suche hinweisen. Gebet eure Suche zum Beispiel in eurem LinkedIn „Profil-Slogan“ (direkt unter euren Vor- und Nachnamen) oder eurer Twitter „Bio“ an.

Zögert ebenfalls nicht, auf euren sozialen Netzwerken über eure Praktikumssuche zu posten und eure Kontakte aufzurufen euren Post zu teilen oder weiterzutweeten. Somit wird eure Suche insbesondere für Recruiter wesentlich sichtbarer.

Sucht am richtigen Ort

Dies ist besonders bei der ersten Praktikumssuche nicht immer einfach. Indem ihr blind euer Traumpraktikum in Suchmaschinen eingeben, kommt ihr nur selten ans Ziel.

Am besten fangt ihr mit Websites für Praktikumsangebote (u.a. selbstverständlich Jobteaser) oder auf eure Interessengebiete spezialisierte Websites. Eure Schule oder Universität kann euch auch eine Plattform zur Verfügung gestellt haben, um euch bei eurer Praktikumssuche zu helfen.

Auch hier können euch die sozialen Netzwerke helfen. Schaut in der Facebook-Gruppe eurer Schule vorbei. Dort können ehemalige Schüler Praktikumsangebote aufgeben. Es gibt auch auf Praktikumsangebote spezialisierte Facebook-Gruppen, meistens für einen bestimmten Bereich). Schließlich kommt es auch vor, dass manche Unternehmen Praktikumsangebote direkt auf ihrer LinkedIn-Seite oder Website aufgeben (sucht nach einem „Karriere“-Link). Das Geheimnis der Praktikumssuche über Annoncen, ist Reaktivität. Wenn eine Annonce älter als 10 Tage ist, könnt ihr davon ausgehen, dass es zu spät ist.

Diese Praktikumsangebote können euch durch die Verdeutlichung der Bedürfnisse des Unternehmens und den Schlüsselaufgaben der Stelle auch Ideen für euer Karriere-Projekt geben. So könnt ihr mehr über die Erwartungen des Unternehmens erfahren, und es bewusst selbst anschreiben. Oder ihr könnt bei anderen Unternehmen nach ähnlichen Stellen suchen.

Schafft euch eure Gelegenheiten

Der Nachteil von Praktikumsangeboten ist, dass man bei deren Menge leicht die Orientierung verlieren kann, zudem auch deren Ersteller oft mit der Menge der Bewerbungen und Anrufe oft überfordert sind. Die Angebote können zwar auf die Bedürfnisse eines Unternehmens hinweisen, aber bloß weil ein Unternehmen keine Annonce aufgibt, heißt das nicht, dass es keine Praktikanten braucht.

Seid lieber proaktiv, indem ihr die Unternehmen, die euch interessieren direkt kontaktiert, um ihnen eure Praktikumssuche und euer Interesse für sie schildert. Gebt an welcher Bereich euch interessiert, aber seid die Stelle betreffend nicht zu genau, da dies euch Türen schließen könnte. Passt jede Bewerbung dem Unternehmen an und denkt eure Nachricht stets um (obwohl ihr einige Elemente beibehalten könnt), ohne dem Copy-Paste zu verfallen.

Keine Bange falls ihr keine Kontakte habt, da ihr in Branchenbüchern (die oft in den Bibliotheken von Schulen und Universitäten bereitgestellt werden) ziemlich genaue Kontakte finden könnt. Zur Not könnt ihr auch über die Website des Unternehmens oder per Telefon an Kontakte kommen.

Führt eine Liste und ruft zurück

Wenn ihr all diese Mittel genutzt habt, kann es schwierig werden, sich an alle Personen, die ihr kontaktiert habt zu erinnern. So könnt ihr bei einem Rückruf für ein Vorstellungsgespräch völlig unvorbereitet sein.

Um diese leicht peinliche Situation zu vermeiden hilft es, eine Liste aller kontaktierten Personen zu führen. Ihr könnt zum Beispiel Namen, Daten und Kontaktwege vermerken, um diese schnell wiedergeben zu können.

Dies kann auch Rückrufe eurerseits erleichtern. Es ist leider unwahrscheinlich, dass man euch auf Anhieb antwortet. Nach einer bis zwei Wochen (je nachdem, wie viel Zeit ihr habt), könnt ihr es euch erlauben, euch erneut zu melden. Manche Personen werden euch definitiv nicht antworten, aber andere, die euch wegen mangelnder Zeit nicht geantwortet oder euch zwischendurch vergessen haben, könnt ihr so an euch erinnern. Verliert nur nicht den Mut! Mit etwas Durchhaltevermögen und indem ihr euren Leistungswille vermittelt, werdet ihr zu guter Letzt euer Traumpraktikum finden!


Verfasst von JobTeaser


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