Ihr Netzwerk auf- und ausbauen: Auf dem Weg zu Ihrem Traumjob 

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Als frische Absolventen oder Arbeitssuchende haben Sie bereits dutzende Mails ohne Antwort versandt und ebenso viele Absagen bekommen. Langsam bekommen Sie Angst und fragen sich hoffnungslos ob Sie überhaupt je jemand einstellen wird... Aber wussten Sie schon, dass 70% von Ihnen über Ihr Netzwerk eine Stelle finden? Keine Panik! Wir erklären Ihnen, wie Sie über Ihr Netzwerk an Ihren Traumjob kommen: einfach und effektiv!

Bevor wir fortfahren, stellen wir eins klar: Wenn man von Netzwerk spricht, heißt das Vitamin B, bzw. „ich werde nicht wirklich für meine Kompetenzen eingestellt“ oder „ich habe geschummelt“. Falsch! Mit der Nutzung Ihres Netzwerks ist hier gemeint, Ihre Ressourcen einzusetzen, um zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Kontakt zu kommen, der Ihnen als Sprungbrett zu der Stelle dienen kann, die am besten zu Ihnen passt.

„Ich gehe mal mit den Alumni networken.“ Ob Sie den Satz schon mal gehört haben oder nicht; Sie werden ihn sich aneignen müssen! Networking, auch Netzwerkbildung genannt, ist die Kunst, ein Netzwerk von hauptsächlich beruflichen Kontakten aufzubauen, die Sie bei reellen oder virtuellen, formellen oder informellen Treffen kennen gelernt haben. Insbesondere bezeichnet das „Alumni-Netzwerk“, die ehemaligen Schüler/innen, bzw. Studierenden Ihrer Schule/Hochschule. Solche Netzwerke bestehen in den meisten Betriebswirtschafts- und Ingenieursschulen, aber auch immer öfter an Universitäten und anderen Einrichtungen.


Aber warum verwendet man sein Netzwerk, und insbesondere sein Alumni-Netzwerk?

80% der Stellenangebote werden nicht veröffentlicht, da es für Recruiter meist einfacher ist, über das Netzwerk und Mund-zu-Mund-Propaganda an Personal zu kommen. Man sagt, dass Personen, die im Voraus empfohlen wurden im Schnitt 55% schneller eingestellt werden als jene, die sich auf dem traditionellen Weg beworben haben.

2)    Und jetzt mal Hand aufs Herz, ehemalige Studierende sind immer (insgeheim oder offen) froh, ihre Erfahrung zu übermitteln und einen Neuling unter ihre Fittiche nehmen zu können. Sie haben dieselben Professoren gehabt, in denselben Hörsälen gesessen, in denselben Kneipen getrunken... Schon bevor Sie sich kennen lernen, haben Sie Gemeinsamkeiten. Das kann nur ein Vorteil sein! Selbstverständlich sind Alumni-Netzwerke von Hochschule zu Hochschule mehr oder weniger verlässlich, je nach der Mitgliedschaft und den ihnen zugewandten Mitteln.

 

Und nun, wie baut man sein Netzwerk effektiv aus? 

Nun sind Sie überzeugt, dass es besser ist, sich nicht allein in den Arbeitsdschungel zu stürzen. Im Folgenden finden Sie einige allgemeinen Empfehlungen, sowie besondere Ratschläge für LinkedIn und das Networking. 

4 Leitwörter müssen Sie behalten: 

Proaktivität: Recruiter werden nicht an Ihrer Wohnungstür klopfen, um Ihnen eine Stelle anzubieten. Man muss nicht nur frühzeitig mit der Suche anfangen, sondern sich auch tüchtig und beharrlich zeigen.

Wagemut: Trauen Sie sich zu einem persönlichen oder telefonischem Gespräch! Damit erreicht man viel mehr als mit einer E-Mail. Seien Sie dabei jedoch schlau: Rufen Sie nicht gleich den Geschäftsleiter jeder Firma an, die Sie interessiert, sondern richten Sie sich an den Kontakt, der Ihnen am effektivsten helfen kann.

Ruf: Und vor allem „Online-Ruf“. Es wäre vielleicht der richtige Zeitpunkt, für einen kleinen Frühjahrsputz auf Ihrem Facebook-Account und eine Google-Suche mit Ihrem Namen, um unerwünschtes zu entfernen.

Fachwissen: Ok, Sie mögen zwar nur wenig Erfahrung haben, aber Sie kennen Ihr Gebiet: Zeigen Sie es! Aktualisieren Sie Ihre Online-Profile mit relevanten Informationen zu Ihren Kompetenzen. Folgen Sie auch weiterhin den aktuellen Themen Ihres Fachgebiets.

 

7 Vorgehensweisen, die Sie sich aneignen sollten: 

1) Setzten Sie Ihr Umfeld ein: Auch wenn Ihr Oma Sie nicht unbedingt auf dem Wochenmarkt anpreisen muss, hilft es immer, wenn Ihr Umfeld Acht gibt und bereit ist, Sie zu empfehlen. Erkundigen Sie sich auch bei anderen Studierenden, die bereits eine Stelle gefunden haben. Sie können sich auch an Professoren wenden, mit denen Sie ein Vertrauensverhältnis aufgebaut haben.

2) Treten Sie dem Alumni-Verein bei 

3) Treten Sie der Alumni-Gruppe Ihrer Hochschule auf sozialen Netzwerken bei: Ihr Alumni-Netzwerk ist wahrscheinlich schon auf LinkedIn vertreten. Treten Sie ihm unverzüglich bei, um gezielter suchen zu können (siehe unten).

4) Wählen Sie die richtigen sozialen Netzwerke aus: Neben LinkedIn und Xing gibt es viele spezialisierte Netzwerke für die Jobsuche, wovon manche nur für Studierende und junge Absolventen zugängig sind (dazu gehört z.B. auch JobTeaser). Andere sind wiederum auf einen Bereich spezialisiert.

5) Nehmen Sie an den Events Ihrer Hochschule teil: Konferenzen und Workshops sind ausgezeichnete Gelegenheiten, zu lernen und die richtigen Kontakte zu knüpfen. Nehmen Sie, wenn möglich, auch als Veranstalter daran teil. So können Sie sehr einfach mit den Teilnehmern sprechen und sich verknüpfen. 

6) Nehmen Sie an Networking- und Afterwork-Events teil: Egal, ob sie von Ihrer Schule oder von Alumni organisiert werden. Dies sind Goldminen für Ihre Jobsuche und Ihre Motivation!

7) Nehmen Sie an Fachmessen teil: Hier werden Ihnen die Recruiter praktisch auf dem Silbertablett serviert! Nehmen Sie an Job-Dating und Speed-Networking-Events teil, bei denen Sie den Unternehmen Ihre Motivation schildern und einen ersten Kontakt mit ihnen aufbauen können.

 

LinkedIn (mit oder ohne Premium) verwenden, um das berufliches Netzwerk auszubauen

Laut dem Ipsos Institut (frz. Marktforschungsunternehmen) reichen täglich 9 Minuten auf sozialen Netzwerken, um Ihre Karriere voran zu treiben! Wie nutzt man diese 9 Minuten am besten aus?

Aktualisieren Sie ihr Profil, damit es Ihre relevantesten Erfahrungen widerspiegelt. Wählen Sie ein professionell wirkendes Foto und einen genauen und attraktiven Titel (vergessen Sie „Absolvent auf Jobsuche“).

Führen Sie eine gezielte Vorsuche durch: Nehmen Sie von Anfang an die für Sie relevantesten Profile ins Visier (nach Lage, Interessengebiet, Unternehmen, usw.). Denken Sie daran, dass ein Alumni, der in Ihrer Traumfirma arbeitet, eine Eingangstür darstellt, selbst wenn dieser derzeit nicht die Stelle innehat, die Sie begehren!

Organisieren Sie ein informelles Treffen: Sobald Sie eine engere Auswahl getroffen haben, schreiben Sie jedes Profil mit einer kurzen und persönlichen Nachricht an, in der Sie ihr Interesse für den Werdegang der Person schildert und um ein Treffen bittet. Vorsicht! Es geht darum, einen Fuß in die Tür zu stellen, nicht darum, die Tür einzutreten und sofort nach einer Stelle zu fragen!

Bereiten Sie das (telefonische oder persönliche) Treffen vor: Arbeiten Sie Ihre Vorstellung und Fragen gut aus und spionieren Sie die Person aus! Das heißt, erkundigen Sie sich so gut wie möglich über ihre Stellung, das Unternehmen in dem sie arbeitet, ggf. ihre Veröffentlichungen, zuletzt geteilten Artikel, usw.

Seien Sie am Stichtag professionell, offen und flexibel: Zeigen Sie Interesse am Werdegang der Person, ihrer Ausbildung, die hauptsächlichen Herausforderungen, denen sie sich stellen musste, die Vorteile und Schwierigkeiten ihrer aktuellen Stellung, usw. Danach können Sie nach Ratschlägen für den Einstieg in den Bereich fragen, nach Fehlern, die es zu vermeiden gilt, usw. Schließlich können Sie sie bitten, Sie an ihrer Auffassung nach für Sie hilfreiche Personen weiterzuleiten.

Pflegen Sie den Kontakt: Vergessen Sie selbstverständlich nicht, der Person für das Treffen zu danken. Zögern Sie auch nicht, den Kontakt regelmäßig wieder aufzunehmen. Sei es, um über einen besprochenen Artikel zu reden, oder Ihre Meinung zu einem Ihnen empfohlenen Buch zu geben. Denken Sie auch daran, dass ein Netzwerk auf Gegenseitigkeit beruht! Schlagen Sie also auch Ihrerseits Kontakte und Empfehlungen vor.

Denken Sie daran: 9 Minuten am Tag oder nicht, Beständigkeit und Regelmäßigkeit sind Ihre besten Freunde im Marathonlauf um einen Arbeitsplatz. Beschränken Sie sich nicht auf eine Person. Nehmen Sie mit mehreren Alumni oder anderen Fachkräften Kontakt auf.

Networking an einem Fach-Event 

Die Online-Verwaltung des eigenen Netzwerks erhöht die Chancen, eingestellt zu werden. Persönlicher Einsatz verdoppelt sie sogar! Hier sind ein paar Ratschläge für Leute, die mit dem Networking Probleme haben:

Bereiten Sie sich und das Event vor: Vorbereitung ist auch hier der wichtigste Teil des Networkings und sollte nicht vernachlässigt werden. Sobald Sie ein Event/eine Messe/einen Abend ausgewählt haben, erkundigen Sie sich über die Teilnehmer und jene davon, die Sie interessieren. Tragen Sie dann so viele Informationen wie möglich über die Teilnehmer, deren Unternehmen und den Fachbereich zusammen. Somit können Sie ihnen „interessante“ Fragen stellen. Wie bereits erwähnt, halten Sie sich bereit, sich vorzustellen, Ihren Wahlbereich, Ihre Vorzüge und Ihr Anliegen zu schildern, das Ganze auf subtile und diplomatische Weise („Ihr Unternehmen gefällt mir ungemein, ich bin zufälligerweise ganz gut im Marketing. Würden Sie mich vielleicht unbefristet einstellen?“ ist zum Beispiel ein aussichtsloser Anfang).

Kommen Sie am Stichtag etwas früher, damit Sie ihre Ansprechpartner ausfindig machen können und Zeit haben, mit ihnen unter vier Augen zu reden. Hinterlassen Sie Ihre Visitenkarte und weitere Informationen falls nötig (es geht nicht darum, Ihren Lebenslauf wie Flugblätter zu verteilen). Bleiben Sie am Ende noch ein bisschen: man weiß ja nie. Vielleicht sind die, die am Längsten bleiben diejenigen, die Ihnen am entschlossensten helfen wollen, oder Sie gar zu anderen Events einladen!

Pflegen Sie den Kontakt: Eine kurze nachträgliche E-Mail oder InMail um nochmal daran zu erinnern, wer Sie sind und um sich zu bedanken.

Haben Sie noch weitere Tipps zum Networking? Haben Sie es mit Networking probiert und es hat sich gelohnt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen gern mit uns!


Verfasst von JobTeaser

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