GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH

Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger

Unternehmenstyp

KMU


Branche

Ingenieure


Standort

Stuttgart

Nachrichten (3)

  • Anderes

    EM-Fanartikeltest von GTÜ und ACE: Autodekoration hält nicht jedem Tempo stand

    Acht verschiedene EM-Dekorationen fürs Auto im „Tempo-Test“ Spiegelsocken sind teilweise rechtlich verboten Scheibenfahnen fallen bei hohen Geschwindigkeiten ab _Stuttgart. Zur anstehenden Fußball-EM stehen nicht nur Trikots, Schminke und Perücken hoch im Kurs, sondern auch Dekoartikel für das Auto. Während der Kreativität bei der Fan-Kluft fast keine Grenzen gesetzt sind, sieht das beim Auto anders aus. Denn hier muss stets die Verkehrssicherheit bedacht werden. Lösen sich beispielsweise auf der Autobahn Fanartikel vom Fahrzeug, können diese zur Gefahr für den nachfolgenden Verkehr werden. Axel Sprenger, Technischer Leiter (stv.) der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH: „Alles, was wir zusätzlich anbringen, darf die Fahrt mit dem Fahrzeug nicht behindern und letztendlich auch keine Personen im Straßenverkehr behindern oder gegebenenfalls verletzen.“ Der ACE, Europas Mobilitätsbegleiter, und die GTÜ haben die Standhaftigkeit acht ausgewählter, aktuell im Handel erhältlicher Autodekorationen zur Fußball-EM getestet. Dabei wurden die Fanartikel auf einer Teststrecke Geschwindigkeiten von mehr als 130 km/h ausgesetzt.   _„Socken“ für den Seitenspiegel können verrutschen: Sogenannte Spiegelsocken oder -fahnen sind für wenige Euro erhältlich und werden über den Seitenspiegel gezogen. Im Test ist ein Produkt, für das der Hersteller keine Höchstgeschwindigkeit angibt. Während die Montage sich bei großen Spiegeln schwierig gestalten kann, sitzen die Socken im Test sehr locker. Zu lösen beginnen sie sich bei einer Geschwindigkeit über 130 km/h. Achtung: Spiegelsocken sind rechtlich in den meisten Fällen nicht erlaubt. Sitzen etwa Blinker oder Assistenzsysteme im Spiegel, die durch die Socken verdeckt werden, sind sie verboten. Gleiches gilt, wenn die Spiegelfläche beeinträchtigt wird. ACE und GTÜ raten von Spiegelsocken ab, da sich nicht ausschließen lässt, dass sie während der Fahrt verrutschen und die Sicht in den Spiegel behindern. _Fahnen für die Scheibe nicht auf der Autobahn verwenden: Fahnen und Windhosen für die Seitenscheibe sind in kleinem Format bereits für geringe Euro-Beträge erhältlich. Die getestete größere Windhose kostet rund 10 Euro. Montiert werden die Fahnen durch Einklemmen des Fahnenstocks aus Kunststoff in der Seitenscheibe. Bei einer Geschwindigkeit jenseits von 130 km/h biegen sich die Kunststoffstäbe der Fähnchen im Test fast waagerecht, aber sie halten der Belastung Stand. Nach mehreren Runden auf der Teststrecke löst sich der Stoff einer Fahne. Am Ende des Versuchs haben alle Testexemplare sichtlich gelitten – und sind teils verbogen. Der Test zeigt: Sitzt die Fahne fest, kann sie in der Stadt bedenkenlos genutzt werden. ACE und GTÜ raten jedoch vom Gebrauch auf der Autobahn ab. Es besteht nicht nur die Gefahr, dass sich der Stoff löst. Denkbar ist auch, dass eine Fahne abbricht: Durch Dauerbelastung und Sonneneinstrahlung kann die Halterung porös werden und abknicken. _Flaggen für die Motorhaube nur in der richtigen Größe nutzen: Auch für die Motorhaube sind entsprechend große Flaggen erhältlich – das Testexemplar für 24 Euro ist laut Hersteller bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h geeignet. Für die Montage wird die Flagge über die Motorhaube gezogen und durch das Schließen eingeklemmt. Beim Kauf sollte unbedingt auf die richtige Größe geachtet werden. Die Motorhaube des ersten Testfahrzeugs, VW ID.3, ist ungewöhnlich kurz, weshalb die Flagge flattert und bei der Fahrt für Ablenkung sorgt. Bei einem zweiten Testauto, einem Mercedes GLB, passt sie perfekt und sitzt fest. In der Praxis zeigt sich: Mit der richtigen Größe und einer sorgfältigen Montage hält die Fahne auf der Motorhaube auch bei hohen Geschwindigkeiten. ACE und GTÜ empfehlen grundsätzlich, die Herstellerangaben für die sichere Nutzung zu beachten. _Winkende Hand für den Scheibenwischer auf guten Halt prüfen: Erhältlich sind zur EM auch Winkehände in den Landesfarben. Sie können mittels eines Schraubstocks am Scheibenwischer festgeschraubt werden. Im Test sitzt die Hand für rund 7 Euro und ohne Höchstgeschwindigkeitsempfehlung auch jenseits Tempo 130 fest – auch dann, wenn der Scheibenwischer genutzt wird. ACE und GTÜ geben jedoch zu bedenken: Jeder Scheibenwischer ist anders. Es gilt grundsätzlich, den Halt sorgfältig zu prüfen. Beim letzten ACE-Test von Fanartikeln fürs Auto im Jahr 2018 fiel das Testexemplar schon bei Tempo 50 ab. Auch sollte auf die Nutzung auf der Autobahn vorsichtshalber verzichtet werden. _Magnetfahnen zeigen festen Halt bei ebener Auflagefläche: Ganzflächig magnetische Fahnen haben im Test gut abgeschnitten. Die an der Autotür angebrachte Magnetfahne löste sich selbst bei hohen Geschwindigkeiten keinen Millimeter. Voraussetzung für guten Halt: Magnetfahnen müssen vollflächig und eben aufliegen, dann sind sie nach Einschätzung des Testteams auf jeder Fahrt nutzbar. Achtung: Magnetfahnen halten nur auf magnetischen Flächen und nicht auf Kunststoff. _Fahnen für die Autotür erfordern besondere Aufmerksamkeit: Fahnen für die Autotür sind unter 20 Euro erhältlich. Die Fahne wird über die hintere Tür gestülpt. Der Hersteller des Testexemplars für knapp 16 Euro verspricht: Sie hält bis zu einer Geschwindigkeit von 200 km/h. Im Test zeigt sich: Das tut sie tatsächlich. Die Gefahr, dass die Fahne abfällt, ist äußerst gering. Sie kann demnach nach Einschätzung des Test-Teams überall genutzt werden. Achtung: Zwar ist die Nutzung an den hinteren Türen rechtlich erlaubt, beim Überholen ist jedoch besondere Vorsicht angebracht. Gerade Personen zu Fuß oder auf dem Rad können etwa beim Schulterblick leichter übersehen werden. _Flossen fürs Autodach können zum Geschoss werden: Bunte Fanflossen ähneln optisch Haiflossen und sind anlässlich der EM auf Autodächern zu finden. Sie verfügen über einen starken Magneten und können somit unkompliziert platziert werden. Die Testflosse für rund 20 Euro ist zugelassen für 180 km/h; empfohlen wird die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Auf der Teststrecke bewegte sie sich nicht. Trotzdem ist sie nach Einschätzung von ACE und GTÜ nicht für die Autobahn geeignet: Sitzt sie nicht gerade oder gibt es starke Seitenwinde, kann die Flosse abfallen und zum gefährlichen Geschoss werden. Axel Sprenger: „Im Stadtbereich vielleicht denkbar, aber nicht bei höheren Geschwindigkeiten.“ _Für Autodeko im Innenraum sichere Varianten wählen: Ob Wimpelkette für die Heckscheibe, Rollfahne für die Seitenscheibe oder Bezüge für die Kopfstützen – bei der Deko im Fahrzeuginneren spielt die Geschwindigkeit keine Rolle. Die Dekoration kann im Autokorso wie auch auf der Autobahn genutzt werden, vorausgesetzt, sie behindert die Rundumsicht nicht. Diese beinhaltet die 180°-Sicht von Fahrerin oder Fahrer und die Seitenspiegel für die Sicht nach hinten. Die vorderen Scheiben müssen demnach frei bleiben. Die hinteren Scheiben sowie die Heckscheibe dürfen geschmückt werden. Da die Sicht dennoch eingeschränkt wird, ist besondere Vorsicht beim Überholen und Rangieren geboten. _Das Fazit des EM-Fanartikel-Tests: Die meisten Testprodukte konnten auch hohen Geschwindigkeiten standhalten. Dass dies auch bei anderen Produkten und Witterungsbedingungen der Fall sein wird, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. ACE und GTÜ empfehlen bei Nutzung von Autodekoration grundsätzlich, vor jeder Fahrt Sitz und Halt der Produkte zu überprüfen. Die empfohlene Höchstgeschwindigkeit sowie weitere Herstellerangaben müssen für die sichere Nutzung immer beachtet werden.

  • Arbeitsleben

    🔥🚒 Spannender Ausflug zur Magirus GmbH in Ulm! 🔥🚒

    Unsere Maschinenbaustudierenden mit Schwerpunkt Kfz-Prüftechnik der DHBW Stuttgart (Campus Horb) hatten im Rahmen des Moduls „Bau- und Veränderungen von Fahrzeugen“ die Gelegenheit, die Magirus GmbH zu besuchen. Magirus, ein traditionsreiches Unternehmen und führender Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen, ist bekannt für seine innovativen und maßgeschneiderten Lösungen im Bereich Brand- und Katastrophenschutz.  Während des Besuchs erhielten die Studierenden umfassende Einblicke in die gesamte Fahrzeug- und Fahrzeugteile-Produktion sowie in die Qualitätssicherung und Endkontrollen dieser Spezialfahrzeuge. Besonders beeindruckend waren die verschiedenen und individuellen feuerwehrtechnischen Aufbauten sowie das umfassende Know-how des Unternehmens. Nahezu jedes Fahrzeug wird nach den spezifischen Anforderungen der Kunden gefertigt.  Die vorgestellten Innovationen, wie die 68 Meter hohe Drehleiter auf einem 4-Achs-Fahrgestell, verschiedene Lösch- und Rüstwagen sowie Sonderfahrzeuge wie das Flugfeldlöschfahrzeug „Dragon“ und der Löschroboter AirCore, sorgten für Staunen.  Ein besonderes Highlight war der Austausch mit Herrn Frank, dem Leiter des Bereichs Homologation, über die zulassungsrechtlichen Vorschriften für Spezialfahrzeuge in Deutschland und Europa. Dabei wurden auch die straßenverkehrsrechtlichen Bestimmungen in Märkten außerhalb der EU thematisiert.  Ein herzlicher Dank geht an die Magirus GmbH für diesen äußerst lehrreichen und interessanten Tag. Die Studierenden haben wertvolle Praxiseinblicke gewonnen, die ihre Ausbildung bereichern. Wir freuen uns auf weitere spannende Veranstaltungen in der Zukunft! 🌟

  • Arbeitsleben

    Verkehrssicherheit für die Kleinsten: Toter Winkel bei Nutzfahrzeugen

    Große Fahrzeuge sehen wenig  Große Fahrzeuge haben ein großes Problem: Sie sehen oft wenig. Insbesondere schwere Nutzfahrzeuge (NFZ) verfügen über eingeschränkte Sichtfelder, die im Straßenverkehr eine Gefahr darstellen können. Diesem Thema widmeten sich Steffen Drude vom Ingenieurbüro Dittmann Scheuren & Lehr GmbH & Co. KG und Marc Zentgraf, Fachgruppenleiter und Referent der GTÜ Akademie, im Rahmen der Verkehrserziehung an Schulen. Praxisnahe Aufklärung in Darmstadt/Arheilgen Ende Mai bot sich an der Grundschule Darmstadt/Arheilgen die Gelegenheit, eine solche Aufklärungsveranstaltung zu organisieren und durchzuführen. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern ihnen auch die realen Sichtverhältnisse aus dem Fahrerhaus eines LKWs erlebbar zu machen. Dank der Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Arheilgen, die ihr Feuerwehrgerätehaus und die Außenfläche zur Verfügung stellte, sowie der Anthes Erdbau GmbH, die einen Sattelzug bereitstellte, konnte eine eindrucksvolle Veranstaltung für etwa 60 Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren realisiert werden. Von Theorie zur Praxis Die Veranstaltung begann mit einem kurzen, 20-minütigen Theorieteil. Die Kinder wurden zunächst gefragt, wie sie an diesem Tag zur Schule gekommen sind, um einen Einstieg in das Thema zu schaffen. Im Anschluss wurde die Gefahr des „Toten Winkels“ besprochen und gemeinsam wurden Verhaltensregeln erarbeitet, um das Übersehen werden im Straßenverkehr zu vermeiden. Der praktische Teil fand auf dem Außengelände statt. Hier wurde mit dem bereitgestellten Sattelzug ein Bremsversuch durchgeführt. Die Kinder sollten vorab abschätzen, wann das Fahrzeuggespann zum Stillstand kommen würde. Mithilfe von Absperrbändern und Kreidemarkierungen wurden die direkt und absolut nicht einsehbaren Bereiche rund um ein NFZ veranschaulicht. Jedes Kind durfte im Selbstversuch auf dem Fahrerplatz Platz nehmen und erleben, dass eine ganze Schulklasse im Toten Winkel eines NFZ verschwinden kann. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es nach der Beantwortung verschiedener Quizfragen für jedes Kind eine von der GTÜ gesponserte Warnweste und einen Turnbeutel. Damit sind die Kinder auch zukünftig gut sichtbar im Straßenverkehr unterwegs. Ein besonderer Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Arheilgen und der Anthes Erdbau GmbH für ihre Unterstützung bei dieser gelungenen Aktion. Wir hoffen, mit dieser Veranstaltung einen weiteren Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet zu haben.