B. Braun SE
B. Braun schützt und verbessert die Gesundheit von Menschen weltweit.
Unternehmenstyp
Großunternehmen
Branche
Medizin / Pharma / Gesundheit / Pflege
Standort
Gute Zahlen bei Aesculap – Konzern investiert am Standort groß
B. Braun erzielt ein solides Jahresergebnis mit 9,4 Milliarden Euro Umsatz und einem Jahresüberschuss von 307 Millionen Euro. Das Umsatzwachstum von 5,1 Prozent liege trotz eines schwierigen Marktumfelds im geplanten Rahmen. Der Gewinn vor Steuern beträgt 461 Millionen Euro, deutlich mehr als im Vorjahr, was unter anderem daran liegt, dass frühere Rücklagen für US‑Rechtsstreitigkeiten weitgehend abgeschlossen sind.
Positive Entwicklung der Sparte Aesculap
Auch die Tuttlinger Sparte Aesculap entwickelt sich positiv und steuert 2,37 Milliarden Euro zum Umsatz bei, ein Plus von 5,4 Prozent. Noch stärker wächst die Sparte Hospital Care mit 6,1 Prozent, während Avitum aufgrund des schwächelnden US‑Dollars nur um 2,1 Prozent zulegt.
Besonders gut liefen bei Aesculap die Bereiche Neurochirurgie, minimalinvasive Chirurgie und Sterilgutmanagement. Die Übernahme des US‑Unternehmens True Digital Surgery habe zusätzlich zur Entwicklung beigetragen. Smarte Technologien und Komplettlösungen seien im Wettbewerb, insbesondere mit chinesischen Anbietern, zunehmend wichtig.
Mehr Beschäftigte am Standort Tuttlingen
Von weltweit 66.000 Mitarbeitenden arbeiten rund 4.100 in Tuttlingen , 260 mehr als im Vorjahr. Grund dafür ist eine erhöhte Produktionskapazität bei Aesculap.
Für die kommenden Jahre wird mit einer stabilen Mitarbeiterzahl gerechnet.
Investitionen in die neue Technology Factory
In Tuttlingen entsteht eine neue Fabrik für 90 Millionen Euro, in der die Vorfertigung für die gesamte Metallbearbeitung gebündelt werden soll. Die „Technology Factory“ soll Mitte 2027 fertiggestellt werden. Gleichzeitig belasten US‑Zölle auf Stahl und Aluminium die Aesculap‑Sparte, wobei nach einer Entscheidung des US‑Supreme Courts über mögliche Rückerstattungen diskutiert wird.
Auswirkungen globaler Entwicklungen
Der Konzern spürt steigende Energiepreise, Lieferprobleme aufgrund weltpolitischer Konflikte, etwa durch den Krieg im Iran , sowie hohe Lohnnebenkosten in Deutschland. Große Investitionen wie die neue Fabrik seien laut Anna Maria Braun nur durch Zugeständnisse der Mitarbeitenden möglich. Sie betont, dass ohne politische Strukturreformen die Nachteile des Standorts Deutschland schwerer auszugleichen seien.
