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We enable & empower: Wenn Führung Wachstum möglich macht

Führung zeigt sich besonders dort, wo Menschen wachsen können. Das Leadership Principle „We enable & empower” steht genau für diesen Leitgedanken: Mitarbeitenden Vertrauen schenken und den Raum geben, Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln, sowohl fachlich als auch persönlich.

Im folgenden Interview gibt Fiona, Sales Director, Einblicke, wie es gelingt, Potenziale gezielt zu entwickeln und Mitarbeitende auf ihrem Weg zu mehr Verantwortung zu stärken. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist die Entwicklung von Lisette, die den Potenzial-Assessment-Prozess erfolgreich durchlaufen hat und sich in Stuttgart als Store Managerin bewiesen hat. Das Potenzial-Assessment dient der Weiterentwicklung bestehender Store Manager auf Basis des neuen Profils und schafft gezielte Entwicklungsimpulse mit Fokus auf Führung. Hinter Lisettes Weg steht neben individueller Leistung auch gezielte Förderung und eine Führung, die Möglichkeiten schafft, statt Grenzen zu setzen. Ihre Führungskraft Fiona zeigt, was es bedeutet, „We enable & empower”  im Führungsalltag konsequent zu leben.

Was bedeutet „We enable & empower” für dich ganz konkret in deiner Führungsrolle?

Für mich bedeutet Führung nicht, selbst zu glänzen, sondern andere zum Leuchten zu bringen. Als Führungskraft andere Führungspersönlichkeiten auf ihrem Weg zu begleiten und weiterzuentwickeln, ist eine Verantwortung, die die Bereitschaft voraussetzt, aktiv mitzuarbeiten und immer wieder Impulse zu setzen. Nicht, indem ich vorgebe, wie sie führen sollen, sondern indem ich den Raum schaffe, in dem sie ihre eigenen Stärken entdecken können.

Vertrauen ist dabei die Grundlage von allem. Vertrauen in die Kompetenz, in die Lernfähigkeit und in den Willen, Verantwortung zu übernehmen. Nicht alles vorzugeben, sondern bewusst loszulassen, ist ein wichtiger Teil dieses Prozesses. Auch ist das die Erwartungshaltung, die ich an meine Führungskraft immer gestellt habe und noch immer stelle. Ich lerne jeden Tag, ich reflektiere mein Denken und Handeln, ich eigne mir Wissen an. Wenn ich an meine Grenzen komme, dann verfolge ich immer das Ziel, es morgen etwas besser zu machen. We enable and empower, wenn wir ehrlich sind, in dem wir Orientierung geben und Vertrauen schenken. So entsteht Entwicklung: leise, nachhaltig und auf Augenhöhe.

Wie spiegelt sich dieses Prinzip in der Begleitung von Lisette wider?

Das Prinzip „We enable & empower” beschreibt ja im Kern zwei sich ergänzende Rollen: befähigen (enable) und ermächtigen (empower). Beide Aspekte sind zentral, um nachhaltige Führungskompetenz aufzubauen und eigenständiges Handeln zu fördern. In der Begleitung von Lisette zeigt sich das Prinzip als Balance zwischen Unterstützung und Loslassen: erst befähigen, dann vertrauen und Verantwortung übertragen. Zuhören. Hinterfragen. Ermutigen. Fordern. Vertrauen und bewusst einen Schritt zurücktreten und Verantwortung übergeben - genau dort beginnt Empowerment. Zu sehen, wie aus Potenzial Klarheit wird, aus Unsicherheit Haltung und aus Talent echte Wirkung. Das ist für mich der Kern guter Führung. Nicht Kontrolle, sondern Befähigung. Nicht Hierarchie, sondern Partnerschaft. Nicht „Ich”, sondern „Wir”. In der Zusammenarbeit mit anderen Führungskräften ist mir eines besonders wichtig: ehrlich und direkt zu sein. Nicht beschönigend, aber immer respektvoll. Feedback ist kein punktuelles Ereignis, sondern ein kontinuierlicher Dialog, der immer offen, manchmal unbequem ist, aber immer das gemeinsamen Ziel verfolgt, besser zu werden. 

Genauso entscheidend ist eine klare Erwartungshaltung. Was wird gebraucht? Wo liegt Verantwortung? Wo ist Entscheidungsfreiheit? Diese Klarheit schafft Sicherheit und damit den Raum, sich zu entwickeln, eigene Entscheidungen zu treffen und den eigenen Führungsstil zu schärfen.

Welche Rolle spielt der Potenzial-Assessment-Prozess aus deiner Sicht bei der Weiterentwicklung der General Sales Manager?

Der Prozess des Potenzial-Assessment hilft uns zu erkennen, welche Store Manager das Potenzial für weitere zukünftige Führungsrollen haben. Dabei wird nicht nur die aktuelle Leistung bewertet, sondern vor allem Fähigkeiten wie strategisches Denken, Entscheidungsfähigkeit, Kommunikationsstärke und Lernbereitschaft. Gerade die Lernbereitschaft wird von vielen Führungskräften oft unterschätzt, weil sichtbare „harte” Kompetenzen wie Fachwissen oder Durchsetzungsstärke stärker bewertet werden als die Fähigkeit, das eigene Denken laufend zu hinterfragen und sich weiterzuentwickeln. Dabei ist gerade die Lernbereitschaft zentral, um in einem Umfeld permanenten Wandels und wachsender Komplexität wirksam führen, Fehler als Entwicklungsquelle nutzen und eine zukunftsfähige Lernkultur im eigenen Team vorleben zu können.

Wie gehst du als Führungskraft mit Fehlern oder Misserfolgen während des Potenzial-Assessments um?

Als Führungskraft sehe ich im Potenzial-Assessment niemals Misserfolg, sondern immer Lern- und Entwicklungschancen. Wenn jemand in einer Übung Fehler macht, nutze ich das als Anlass für konstruktives Feedback, um gemeinsam zu reflektieren, was gut lief und wo Entwicklung möglich ist. So entsteht eine lernorientierte Atmosphäre, die Wachstum fördert. Mein Commitment zu Menschen endet nicht bei einem Fehltritt, sondern zeigt sich in der gemeinsamen Weiterentwicklung, insbesondere dann, wenn Unterstützung und Menschlichkeit wichtiger sind als Perfektion.

Wie gehst du mit der Verantwortung um, das Potenzial deiner Mitarbeitenden aktiv zu fördern?

Als Führungskraft sehe ich es in meiner Verantwortung, Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und aktiv anzubieten, beispielsweise durch Aufgabenstellungen oder Input zu bestimmten Themen. Ich kann Potenzial fördern und Rahmenbedingungen schaffen, aber einfordern und insbesondere nutzen muss es der Mitarbeitende selbst. Entwicklung funktioniert nur, wenn beide Seiten aktiv daran arbeiten. Das heißt, insbesondere für Führungskräfte ist es entscheidend, die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterentwicklung zu zeigen. Nur wer sich intrinsisch motiviert, neue Perspektiven einzunehmen und den eigenen Horizont zu erweitern, kann Teams inspirieren, Veränderungen erfolgreich gestalten und langfristig wirksam führen.

Einen Rat, den ich jedem mitgeben möchte, der in ein Potenzial-Assessment, einen Career Day oder Ähnliches geht: Bereitet euch gut vor, geht strukturiert an die Aufgabe ran, habt einen roten Faden, und bleibt dabei immer authentisch. Absolut hilfreich ist es, bereits in der Vorbereitung aktiv Feedback einzufordern, von Kollegen, Vorgesetzten, Freunden/Familie, aber auch von den „Prüfern”, um sicherzustellen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Macht euch bewusst, dass mehr als ein „nein” als Ergebnis nicht passieren kann. Man kann also im Zweifel nichts verlieren, sondern nur Erfahrung und Feedback gewinnen. Wichtig ist es, die Hilfsmittel zu nutzen, die einem zur Verfügung stehen. Ähnlich einer Bergtour: Man startet nicht einfach blind, sondern nutzt Karte, Kompass oder GPS, um den richtigen Weg zu finden. Die Hilfsmittel nehmen einem den Weg nicht ab, aber sie helfen, sicherer und zielgerichteter voranzukommen.

Das Interview macht deutlich, dass „We enable & empower” weit mehr ist als eins unserer Leadership Principle. Es ist eine Haltung. Am Beispiel von Lisette wird sichtbar, wie diese Haltung in der Praxis wirkt: Durch die Klarheit von Fiona, ehrliches Feedback und gezielte Unterstützung entsteht ein Umfeld, in dem Eigenverantwortung wachsen kann. Führung zeigt sich hier nicht im Festhalten, sondern im Befähigen und bewussten Loslassen.

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